Ausstellung Gesichter der Nächstenliebe 14.11.2021 bis 25.12.2021

 

Die Wanderausstellung zum Lagois-Fotowettbewerb ist bis 25.12.2021 in der Kirche "Zum Guten Hirten" zu sehen.

Der Lagois-Fotowettbewerb wird seit 2008 vom Evangelischen Presseverband für Bayern e.V. (EPV) vergeben. Namensgeber ist Pfarrer Martin Lagois (1912-1997), der die evangelische Publizistik maßgeblich prägte. Schirmherr ist in diesem Jahr unser Regionalbischof Herr Christian Kopp, von dem wir später auch noch eine Videobotschaft zur Ausstellungseröffnung hören werden.

Der Wettbewerb umfasst ein Preisgeld und ein Stipendium in Höhe von insgesamt 5.000,- Euro, Der Fotopreis hat zwei Kategorien und richtet sich an Profifotografen sowie Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 27 Jahren.

Das Thema in diesem Jahr war „Nächstenliebe“.

Was bedeutet heute noch Nächstenliebe? Wie wird sie - gerade in Angesicht von Corona - heute gelebt? Wie gehen die Menschen in Krisenzeiten miteinander um? Wie helfen sie sich - und welche Formen der Nächstenliebe können wir beobachten? Nächstenliebe hat viele Gesichter. Sie kann religiös oder weltlich motiviert sein, ist aber immer bedingungslos. Sie kümmert sich um den Menschen, weil er ein Mensch ist. Gerade in Zeiten zunehmender Radikalisierung einzelner gesellschaftlicher Gruppen muss sich dieses Konzept im Alltag immer wieder gegen Angriffe behaupten.

Der Lagois-Fotowettbewerb 2021 präsentiert herausragende fotografische Arbeiten zum Thema Nächstenliebe. Eingereicht wurden über 100 Arbeiten von Fotografinnen und Fotografen aus ganz Deutschland, die Geschichten erzählen über Nachbarschaftshilfe und Selbstliebe, Freundschaft und Frieden, Ehrenamt und Unterstützung.

Die Preisverleihung des Lagois-Fotopreises fand am Mittwoch auf der Fachmesse ConSozial in Nürnberg statt. Außerdem wurde dort auch die Wanderausstellung eröffnet, welche ab heute bei uns zu sehen ist.

Den Lagois-Fotopreis hat in diesem Jahr Anne Ackermann aus Otterstadt bei Speyer gewonnen:

Die Bilderserie von Ackermann kombiniert Porträtfotos und Naturbetrachtungen: „Auf der einen Seite sind Menschen, eine Tänzerin im Sprung, zwei Kinder in inniger Umarmung.

In einem zweiten Bild erzählt die Fotografin mit Zitaten aus der Natur von Wundern und Hoffnung,

Ackermann könne diese Geschichten erzählen, sagte Christian Kopp, weil sie während des Corona-Lockdowns auf Menschen zugegangen sei und zugehört habe, was ihnen in der Isoliertheit Kraft und Trost schenkt.

Der diesjährige Förderpreis geht an Thomas Lohnes aus Pfungstadt. Seit der Flutkatastrophe vom 14. Juli 2021 begleitet er die solidarischen Hilfsaktionen im Ahrtal. Die Qualität seiner Beiträge zeigt sich in den Bildern, die die ‘kleinen Momente’ einfangen.”

Eine Belobigung sprach die Jury des Lagois-Fotowettbewerbs 2021 für zwei weitere Fotoreportagen aus.

Einmal für Anna Maria Blümcke aus Hannover. Frau Blümcke habe mit einfühlsamen Bildern das Leben auf dem „Gut Adolphshof“ in Lehrte bei Hannover geschildert, auf

dem neben den Beschäftigten des landwirtschaftlichen Betriebs auch rund vierzig Menschen mit

Behinderung leben.

Die zweite Belobigung ging an Domenic Driessen aus Dortmund. Er widmete sich in „Hotel INNdepence“ Menschen ohne Wohnsitz, die während der Pandemie von einem Hotel in Mainz aufgenommen wurden. Seine Fotografien seien ehrlich, ohne aufgesetzt zu wirken, und lenkten den Blick auf Wertschätzung und Menschlichkeit.

Die Ausstellung wird bei uns bis zum 25.12. zu sehen sein.