Johannes Ludwig

der Architekt der Kirche in Garching

Johannes Ludwig – Architekt der Versöhnungskirche in Garching

Als Sohn eines Architekten in Düsseldorf geboren, studiert Ludwig nach einem Schiffsbau-Praktikum von 1924 bis 1929 in München Architektur. Ab 1935 arbeitet er im Architekturbüro seines Onkels Gustav Ludwig in München, ab 1937 ist er selbstständig tätig. Unterbrochen durch den Zweiten Weltkrieg arbeitet Ludwig ab 1952 als freischaffender Architekt wieder in München. Insbesondere auf den Gebieten des Wohnungsbaues, des Schul- und Kirchenbaues waren seine Bauten vorbildlich und einflussreich. 1957 erhielt er die Berufung an die Technische Hochschule München, von 1969 bis 1983 ist er Direktor der Abteilung Bildende Kunst der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Der Emeritus-Professor der Architektur Johannes Ludwig stirbt 1996 in seinem Wohnhaus in Bogenhausen.

Ludwigs Architektur wurde maßgeblich von Gunnar Asplund, einem schwedischen Architekten aus der sogenannten „Schwedischen Moderne“ bestimmt.

Dessen Stil zeichnet sich durch eine sehr reduzierte und klare Formen- und Raumsprache aus, mit sehr hellen, am besten weißen Farbentönen gestaltet. Asplund ist gewissermaßen der Bauhausvertreter Skandinaviens, wobei seine Entwürfe weit weniger radikal sind als etwa die von Walter Gropius, sondern eher funktional und pragmatisch.

Davon fasziniert entwirft Johannes Ludwig geradlinige und funktionale Architektur, die schnörkellos ist und ohne verzierende Elemente auskommt.

An der Garchinger Kirche lässt sich dieser Stil sehr schön ablesen. Ludwig  hat Süddeutschland im Wohnungs-, Schul- und Kirchenbau entscheidend beeinflusst.

In unserer Umgebung hat Johanes Ludwig u.a. folgende Bauten geplant und -  teilweise mit seinen Schülern, selbst alles bekannte Architekten – errichtet.

1951 Schule in Winhöring

1955 evang. Kirche in Mühldorf

1956 Paul-Gerhardt-Kirche München

1964 St. Nikola Kirche in Straubing

1967 Versöhnungskirche Garching

1983 beendet er sein letztes Werk:
         das evang. Gemeindezentrum
         Feldkirchen-Westerham

 

Sie sehen, dass es sich lohnt, ein solches Bauwerk zu erhalten, um auch späteren Generationen eine schöne, mit Leben erfüllte Kirche zu hinterlassen.